Nachts aufs Klo gehen kann gefährlich sein!

Nachts aufs Klo gehen kann gefährlich sein!

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Das Krankheitsbild der nächtlichen Harnflut (Nykturie) nimmt mit höherem Lebensalter zu. Das führt zu häufigen nächtlichen Besuchen der Toilette - und das ist nicht ganz ungefährlich.

Jährlich 2.000 Verletzte

Mehr als 2.000 Personen über 50 Jahren verletzen sich beim nächtlichen Gang zur Toilette jedes Jahr so schwer, dass sie sich in Spitalsbehandlung begeben müssen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: Denn eine noch viel größere Anzahl von Menschen stolpert und stürzt, wenn nachts die Toilette aufgesucht wird - allerdings ohne schwere Verletzungen zu erleiden. In solchen Fällen bleibt es bei blauen Flecken, Prellungen und möglicherweise einer kaputten Brille.

Schlaftrunkenheit fördert Stürze

Wer nachts häufig zur Toilette muss, kämpft oft gleich mit mehreren Problemen: Schlaftrunkenheit fördert die Gangunsicherheit, schlechte Beleuchtung auf dem Weg zur Toilette oder gar das in Wien noch recht häufige “Klo am Gang” sorgen zusätzlich für Unsicherheiten. Eine Behandlung der nächtlichen Harnflut ist also nicht nur aufgrund der Erkrankung an sich sinnvoll - sie kann auch vor Stürzen und Verletzungen schützen.

ADH ersetzen

Ursache für die nächtliche Harnflut kann ein Mangel des Hormons ADH sein. Dieses Hormon reduziert die Harnmenge in der Nacht und ermöglicht so ungestörten Schlaf. “Wird dieses Hormon in zu geringen Mengen produziert, wacht man häufig wegen Harndrang auf und verliert dadurch eine ganze Menge Schlaf”, konstatiert der Urologe Univ.-Prof. Dr. Helmut Madersbacher von der Medizinischen Universität Innsbruck: “Das kann man jetzt medikamentös ausgleichen, damit die Leute nachts nicht mehr dauernd aufstehen müssen.”

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