Potenzmedikamente

Potenzmedikamente

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Wir haben sie schon fast vergessen, die Zeit davor. Die Zeit, bevor es Potenzmedikamente gab. Die Zeit, als es für einen Mann mit Erektionsproblemen bedeutete, sich von seiner gewohnten Form der Sexualität zu verabschieden. Die Zeit, in der sowohl er, als auch die Partnerin/der Partner sich bewusst waren, dass es keine Hoffnung auf Hilfe gegen diese Erkrankung gab. Die Zeit, in der noch am wahrscheinlichsten die Vakuumpumpe half.

Man baute noch auf irgendwelche Mischungen, deren Wirkungen nicht berechenbar und deren Nebenwirkungen gefürchtet waren. Es war auch die Zeit, in der es eine Sensation war, als endlich eine Substanz gefunden wurde, mit deren Hilfe zuverlässig eine Erektion herbeigeführt werden konnte. Der einzige Wermutstropfen dabei, die Substanz musste in den Penis gespritzt werden. Das hielt noch viele Paare davon ab, diese Hilfe anzunehmen.

Zu dieser Zeit litten weltweit ca. 152 Mio. Männer an einer Erektionsstörung

Qualitätssprung 1998

Es gibt wohl niemanden, der erahnen konnte, was die Markteinführung von Viagra® (Sildenafil) 1998 jemals bedeuten würde. Mit dieser Sensationsmeldung begann das Zeitalter der wissenschaftlich fundierten Therapiemöglichkeit der Erektionsstörung. Ein bis dahin nicht gekannter Wissensschub auf dem Gebiet der Sexualmedizin wurde eingeleitet. Es begann das Zeitalter der Erforschung der Funktionsweise der Sexualität. Gleichzeitig konnten Betroffenen, deren PartnerInnen und ÄrztInnen endlich die Last des Tabus, das auf dem Thema Sexualstörungen lastete, abwerfen. Es begann die Zeit der seriösen ärztlichen Hilfe bei Sexualproblemen.

  • Diesen seriösen Platz erkämpfte sich das erste Potenzmedikament mit einer unglaublich großen Anzahl an klinisch überwachten Studien mit über 15.000 Patienten.
  • Über 35 Millionen Männern wurden in 120 Ländern der Welt mit diesem Medikament therapiert.

Ärztliche Abklärung

Viele misstrauten dem Medikament und versuchten es in die Life-Style-Ecke zu schieben. Mit Horrormeldungen über Todes- und Erblindungsfälle wurde versucht dessen Ruf zur zerstören.

  • Die Realität zeigt das genaue Gegenteil. Erst durch all die Forschungsergebnisse wurde bewusst, dass Erektionsstörungen oft die ersten Vorboten einer anderen, oft lebensbedrohlichen Erkrankung sein können. Daher müssen diese unbedingt IMMER ärztlich abgeklärt werden.
  • Die Erektionsstörung ist eine Erkrankung und gehört auch wie eine solche behandelt. * Die konsultierten ÄrztInnen wissen genau, mit welchen anderen Arzneien Potenzmedikamente kombinierbar und somit vollkommen ungefährlich sind.

Markteinführungen

Die Zulassung von Sildenafil (Viagra®) im Jahre 1998 hat die Therapie der Erektionsstörung revolutioniert. Mit diesem Medikament konnte sehr vielen Betroffenen geholfen werden, für die es zuvor nur wenig geeignete Therapien gab. Seit 2002 sind mit Tadalafil (Cialis®) und Vardenafil (Levitra®) weitere Medikamente mit dem ähnlichem Wirkungsmechanismus (Phosphodiesterase-Hemmer Typ 5) auf dem Markt. Seit 2010 ist Vardenafil (Levitra®) auch unter dem Namen Vivanza® erhältlich.

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Einen Überblick zum Thema finden Sie im Artikel Erektionsstörungen.