Sexualstörungen bei der Frau: Welche Ursachen hat Ihr Problem?

Sexualstörungen bei der Frau: Welche Ursachen hat Ihr Problem?

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Hier finden Sie eine Auflistung jener Sexualprobleme, die bei Frauen am häufigsten vorkommen.
Mehr dazu finden Sie in der Kategorie: Checklisten

Lustlosigkeit oder vermindertes sexuelles Begehren

Denken Sie daran: Keine Lust zu haben heißt nicht, lustlos zu sein! Fühlen Sie nach, ob Sie sich nicht vielleicht in einem Zustand der »sexuellen Neutralität« befinden. Typischerweise stellt sich dieser Zustand ein, wenn Sie und Ihr Partner schon länger oder lange zusammen sind. Ihre Beziehung ist durch gegenseitige Wertschätzung geprägt. Sie haben vielleicht nicht mehr so häufig Sex wie zu Beginn, aber wenn, dann können Sie ihn genießen und sind befriedigt.

Checkliste: Lustlosigkeit oder vermindertes sexuelles Begehren - Ursachen

KÖRPERLICHE FAKTOREN

Chronische Erkrankungen und deren Behandlung:

o z. B. Depression
o sonstige

Alle Erkrankungen, Operationen und Unfälle, die durch Schmerzen, Behinderungen oder aufwendige Behandlungen den Alltag massiv beeinflussen:

z. B. Hauterkrankungen im
o Blasen- bzw. Genitalbereich o Migräne o sonstige

Erkrankungen, die die genitale Durchblutung verschlechtern, so den Erregungsaufbau stören und in der Folge zu Lustlosigkeit führen:

o zu hoher Cholesterinspiegel
o Bluthochdruck o Diabetes mellitus o sonstige

Hormone o Androgenmangel (z. B. nach beidseitiger Eierstockentfernung) o Östrogenmangel o Schilddrüsenunterfunktion o zu hoher Prolaktinspiegel o sonstige

Gestörtes Gleichgewicht der Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin, Serotonin z. B. durch Medikamente: o Psychopharmaka o Antihormone o Blutdrucksenkende Mittel o Chemotherapie o sonstige

PSYCHISCHE FAKTOREN

o Unfähigkeit, sich abzugrenzen
o Unfähigkeit, zu persönlichen Bedürfnissen zu stehen o fehlender Übergang vom Alltagsstress auf erotische Stimmung o schlechte Beziehungserfahrungen o seelische Verletzungen durch Gewalterfahrungen

BEZIEHUNGSRELEVANTE FAKTOREN

o nicht miteinander in Kontakt sein
o keine Lust auf die vom Partner gewünschte Sexualität o fehlende erotische Anziehung o Angst, sich mit seinen erotischen Bedürfnissen zu zeigen o unaufgelöste Konflikte o Sexualstörungen beim Partner o fehlende Anerkennung als erotische Partnerin o sich immer nach den Bedürfnissen und dem Tempo des Partners richten o Beziehungsalltag, Gewohnheit, Routine o unterschiedliche persönliche Entwicklung

SOZIALE-KULTURELLE-RELIGIÖSE FAKTOREN

o Unfähigkeit, über Probleme zu reden
o Sorgen, Probleme am Arbeitsplatz o finanzielle Sorgen o belastende familiäre Situation o Konflikte mit einer geliebten Person o Verlust einer nahestehenden Person o enge Wohnverhältnisse, fehlende Rückzugsräume o sexuelle Normen o religiöse Einschränkungen

Bitte lesen Sie dazu auch: Checkliste: Lustlosigkeit bei der Frau

Checkliste: Erregungsprobleme - Ursachen

KÖRPERLICHE FAKTOREN

Erkrankungen, die die genitale Durchblutung verschlechtern und den Erregungsaufbau stören o Übergewicht o Rauchen o zu hoher Cholesterinspiegel o Bluthochdruck o Diabetes mellitus

Medikamente

o Psychopharmaka
o Antihormone o Blutdrucksenkende Mittel o Chemotherapie

o Mangel an Sexualhormonen
o Beckenbodenerkrankungen o Operationen im kleinen Becken o Neurologische Erkrankungen

PSYCHISCHE FAKTOREN

o Stress, Angst, Anspannung
o mangelnde sexuelle Erfahrung o Unfähigkeit, sich abzugrenzen o Unfähigkeit, zu persönlichen Bedürfnissen zu stehen o fehlender Übergang vom Alltagsstress auf erotische Stimmung

BEZIEHUNGSRELEVANTE FAKTOREN

o nicht miteinander in Kontakt sein
o mangelnde oder falsche Stimulation durch den Partner o unaufgelöste Konflikte o Sexualstörungen beim Partner o fehlende Anerkennung als erotische Partnerin o sich immer nach den Bedürfnissen und dem Tempo des Partners richten o fehlende erotische Anziehung o Angst, sich mit seinen erotischen Bedürfnissen zu zeigen

SOZIALE-KULTURELLE-RELIGIÖSE FAKTOREN

o Unfähigkeit, über Probleme zu reden
o Belastungen am Arbeitsplatz o finanzielle Sorgen o belastende familiäre Situation o Konflikte mit einer geliebten Person o Verlust einer nahestehenden Person o sexuelle Normen o mangelndes Wissen über Erotik und Sexualität

Bitte lesen Sie dazu auch: Checkliste: Erregunsstörung - Lubrikationsstörung

Checkliste: Orgasmusprobleme - Ursachen

KÖRPERLICHE FAKTOREN

Erkrankungen, die die genitale Durchblutung verschlechtern und den Erregungsaufbau stören

o Übergewicht
o Rauchen o zu hoher Cholesterinspiegel o Bluthochdruck o Diabetes mellitus

Medikamente

o Psychopharmaka
o Antihormone o Blutdrucksenkende Mittel o Chemotherapie o Mangel an Sexualhormonen o Beckenbodenerkrankungen o Operationen im kleinen Becken o Neurologische Erkrankungen

PSYCHISCHE FAKTOREN

o Stress, Angst, Anspannung
o mangelnde sexuelle Erfahrung o Unfähigkeit, sich abzugrenzen o Unfähigkeit, zu persönlichen Bedürfnissen zu stehen o fehlender Übergang vom Alltagsstress auf erotische Stimmung o sich nicht fallen lassen können

BEZIEHUNGSRELEVANTE FAKTOREN

o nicht miteinander in Kontakt sein
o mangelnde oder falsche Stimulation durch den Partner o unaufgelöste Konflikte o Sexualstörungen beim Partner o fehlende Anerkennung als erotische Partnerin o sich immer nach den Bedürfnissen und dem Tempo des Partners richten o fehlende erotische Anziehung o Angst, sich mit seinen erotischen Bedürfnissen zu zeigen

SOZIALE-KULTURELLE-RELIGIÖSE FAKTOREN

o Unfähigkeit, über Probleme zu reden
o Belastungen am Arbeitsplatz o finanzielle Sorgen o belastende familiäre Situation o Konflikte mit einer geliebten Person o Verlust einer nahestehenden Person o sexuelle Normen o mangelndes Wissen über Erotik und Sexualität, falsche, klischeehafte Vorstellungen

Bitte lesen Sie dazu auch: Checkliste: Orgasmusstörungen bei der Frau

Checkliste: Schmerzen bei sexueller Aktivität - Ursachen

KÖRPERLICHE FAKTOREN

o Störungen des Hormonhaushaltes
o Abbau der Vaginalschleimhaut o Entzündungen der Vulva und Vagina o Hauterkrankungen der Vulva o Vernarbungen im Genitalbereich o zu hohe Beckenbodenspannung o Endometriose o Verwachsungen im Beckenraum o Ovarialzysten o Myome o Interstitielle Cystitis

PSYCHISCHE FAKTOREN

o Stress, Angst, Anspannung
o mangelnde sexuelle Erfahrung o Unfähigkeit, sich abzugrenzen o Unfähigkeit, zu persönlichen Bedürfnissen zu stehen o sexuelle Übergriffe in der Vorgeschichte

BEZIEHUNGSRELEVANTE FAKTOREN

o Unfähigkeit, über Probleme zu reden
o mangelnde oder falsche Stimulation durch den Partner o ungelöste Konflikte o Sexualstörungen beim Partner o sich immer nach den Bedürfnissen und dem Tempo des Partners richten o aggressives Sexualverhalten

SOZIALE-KULTURELLE-RELIGIÖSE FAKTOREN

o Unfähigkeit, über Probleme zu reden
o sexuelle Normen o mangelndes Wissen über Erotik und Sexualität o kulturell bedingte genitale Verstümmelung o genitale Schönheitsoperationen o vaginale Verengungsoperationen

Bitte lesen Sie dazu auch: Checkliste: Schmerzhafter Geschlechtsverkehr

Chronisch bestehende Genitalinfektionen

Bei chronisch bestehenden Genitalinfektionen, die auf keine Therapie ansprechen, müssen Gewebsproben für eine genaue Abklärung entnommen werden!

Persistierende (andauernde) genitale Erregungs- bzw. Orgasmusstörung

Wer an dieser sehr seltenen Erkrankung leidet, braucht Geduld. Sie ist nicht vielen ÄrztInnen bekannt, diese jedoch sind sich bewusst, dass zahlreiche Gründe dafür infrage kommen können, somit ist die Ursachenforschung ziemlich zeitaufwendig.

Möglich sind Veränderungen

  • im Gehirn,
  • im Nervensystem,
  • in den Blutgefäßen
  • und Genitalien.

Gleichzeitig kann es sein, dass die Erkrankung

  • durch hormonelle Veränderungen oder
  • unter dem Einfluss von Medikamenten entsteht, die im Gehirn wirken oder die Durchblutung in den Genitalien fördern.

Psychisch bedingte Formen werden ebenfalls diskutiert. Doch kann es auch passieren, dass mit den heutigen diagnostischen Mitteln keine Ursache gefunden werden kann.

Weiterführender Artikel

Sexualstörungen bei der Frau: So erkennen Sie Ihr Problem

Quellenangabe

Dieser Text ist, mit freundlicher Genehmigung des Verlages, dem Buch Weiblich, sinnlich, lustvoll von Dr. Elia Bragagna, 2010 erschienen im Ueberreuter Verlag, entnommen.