Chemische Verhütungsmethoden

Chemische Verhütungsmethoden

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Die Chemikalien in den Präparaten wirken auf unterschiedliche Art: Sie können Spermien abtöten oder bewegungsunfähig machen und zusätzlich eine Barriere gegen die Spermien bilden.

Sie enthalten als wirksame Substanzen:

  • Nonoxynol-9,
  • Octoxynol-9,
  • Menfegol.

Die Mittel gelten, wenn sie allein angewendet werden, als wenig sicher, deshalb werden sie meistens in Verbindung mit Kondom, Diaphragma oder Portiokappe benutzt.

Daneben bilden einige Mittel einen zähen Schaum oder Schleim, der den Muttermund verschließt.

Achtung! Chemische Schutzmittel werden oft falsch angewendet. Die Schutzmittel müssen tief in die Scheide der auf dem Rücken liegenden Frau eingeführt werden, da sonst die Möglichkeit besteht, dass die Substanzen schnell nach unten abfließen.

Creme, Gel, Salbe, Schaum oder Zäpfchen

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Die meisten chemischen Verhütungsmittel enthalten den Wirkstoff Nonoxynol-9. Der Wirkstoff kommt in verschiedenen Präparaten vor, etwa

  • Creme,
  • Gel,
  • Salbe,
  • Schaum oder
  • Zäpfchen.

Tief in die Scheide eingeführt, löst sich das Mittel auf und bildet eine Sperre für die Spermien. Gleichzeitig hemmt es die Beweglichkeit der Spermien und sorgt dafür, dass sie schneller durch die Scheidenenzyme abgebaut werden

Bei der Anwendung von chemischen Schutzmitteln kann es zu unangenehmen Reizerscheinungen an den Genitalien kommen (Brennen, Jucken).

Kurzfassung

Sicherheit: Pearl-Index 9 - 25, als alleiniger Schutz daher zu unsicher. Nur zu empfehlen in Verbindung mit Kondom oder Diaphragma.

Vorteile: Bei Bedarf jederzeit einsetzbar. Dadurch keine dauerhafte chemische Belastung.

Nachteile: Beeinträchtigung des spontanen Sexualverhaltens: Chemische Verhütungsmittel müssen ungefähr zehn Minuten vor dem Eindringen des Penis in die Scheide eingeführt werden. Ihre Wirkung hält ungefähr eine Stunde an. Bei jedem erneuten Geschlechtsverkehr, auch wenn er innerhalb dieser Stunde stattfindet, muss das Mittel erneut aufgetragen werden. die Mittel können Brennen in der Scheide und/oder am Penis verursachen. Starke Hitzeentwicklung bei einigen Schaumzäpfchen. Manche Cremes riechen und schmecken schlecht.

Für wen geeignet? Diese Verhütungsmittel kommen für Frauen in Frage, die nur gelegentlich Schutz brauchen. Frauen, die einen Zusatzschutz zum Kondom möchten. Aber Vorsicht! Nicht alle Präparate können zusammen mit Kondomen angewandt werden. Manche greifen das Gummi an und machen es brüchig. Hier informiert die Apotheke.

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