Prostatakrebs: Chemotherapie und neue Therapieansätze

Eine Chemotherapie kommt bei Prostatakrebs vergleichsweise erst sehr spät zum Einsatz, nämlich frühestens dann, wenn sämtliche hormonellen Therapieformen ihre Wirksamkeit verloren haben. Durch die Verwendung neuer und besser wirksamer Substanzen konnte in den letzten Jahren erstmals auch eine - wenngleich bescheidene - Lebensverlängerung erzielt werden.

Neuerdings wird eine Vielzahl von neuen Medikamenten beim Prostatakrebs auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Es handelt sich dabei um Medikamente, die in verschiedenste Wachstumsprozesse der Krebszelle eingreifen können und teilweise vielversprechend scheinen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können diese Medikamente jedoch nur im Rahmen kontrollierter klinischer Studien eingesetzt werden.

Alternative Behandlungsmethoden

Manche Patienten tendieren aus Vorliebe für einen fernöstlichen Mystizismus oder auch wegen erlittener Rückschläge im Zuge einer schulmedizinischen Behandlung zu sog. „alternativen“ Behandlungsformen. Im Gegensatz zu allen vorhin angeführten Therapiemöglichkeiten fehlt bei alternativen Behandlungsformen jeglicher wissenschaftliche Beweis einer Wirksamkeit. Dabei wird von Anbietern oft das Auftreten eines beliebigen Ereignisses als Beweis für eine (nicht vorhandene) Wirksamkeit herangezogen. Solche „Behandlungsformen“ wecken leider oftmals falsche Hoffnungen, kosten Geld, und verzögern manchmal eine notwendige und erfolgreiche Behandlung.

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