Das Vorhautbändchen (Penisbändchen, Frenulum) ist ein Hautrest aus der embryonalen Entwicklung der Vorhaut. Es verbindet die Vorhaut mit der Unterseite der Eichel. Ist es zu kurz, kann so zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder sogar zum Einriss kommen.

Definition

Wenn die Vorhaut ruppig zurückgezogen wird, kann ein zu kurzes Penisbändchen reißen. Dadurch kommt es zu einer heftigen, meist kurzen Blutung. Die Schmerzen klingen schnell ab.

Häufigkeit

Ein sogenanntes Frenulum breve (zu kurzes Vorhaut-Bändchen) besteht bei einem erheblichen Anteil der männlichen Bevölkerung. In den meisten Fällen ist es jedoch bei der Erektion bzw. beim Geschlechtsverkehr nicht störend und daher nicht zu therapieren.

Ursachen

Durch die zu große Spannung der Penisschafthaut kommt es mit einem zu kurzen Bändchen bei der Erektion bei zusätzlicher Manipulation zum Einreißen des Penisbändchens.

Symptome

Ein zu kurzes Penisbändchen kann zu einem schmerzhaften Geschlechtsverkehr bzw. schmerzhaften Erektionen und eben auch zu einem blutigen Einriss führen. Manchmal bemerkt man auch eine Penisverkrümmung durch das nach unten ziehende Bändchen.

Diagnose

Die Diagnosestellung ist einfach: durch eine einfache klinische Untersuchung des Penis kann der Facharzt die Diagnose feststellen und auch schon vor einem Einriss eine entsprechende operative Sanierung empfehlen. Nach erfolgtem Einriss ist der erste Ansatz die Blutstillung, nach entsprechender Abheilung des akuten Einrisses folgt die operative Sanierung.

Lösungsansätze

Ein Urologe sollte das Bändchen in einer einfachen Operation reparieren, da es sonst vernarben kann und sich so noch weiter verkürzt.

Bei einem anatomisch zu kurzem Bändchen kann man in Lokalanästhesie eine Verlängerungsoperation durchführen lassen. Durch kontrolliertes Einschneiden kommt es zur Verlängerung des Vorhautbändchens indem das sich aufspannende „Segel“ eingeschnitten wird und dieses somit auffällt.

Vorbeugende Maßnahmen

Neben einer vorbeugenden operativen Behebung eines zu kurzen Vorhautbändchens kann auch das Verwenden einer Gleitcreme beim Geschlechtsverkehr helfen, vor allem, wenn die Geschlechtspartnerin eng gebaut oder relativ trocken ist.

Achtung! Eine zu geringe Lubrikation der Scheide ist jedoch auch als Signal dafür zu betrachten, dass die Frau entweder (noch) nicht zum Geschlechtsverkehr bereit ist und/oder - bei anhaltenden oder immer wieder kehrenden Symptomen - Erregungsstörungen oder Hormonstörungen (etwa nach den Wechseljahren) vorliegen.